Eichenprozessionsspinner im Park links der Weser festgestellt

Achtung: Gesundheitsgefahr durch Brennhaare der Raupen

Im Park links der Weser wurde entlang des Achterfeldweges erneut ein Befall von Eichen mit dem Eichenprozessionsspinner festgestellt. Im Rahmen der laufenden Baumkontrollen wurden bisher rund 50 befallene Bäume registriert.

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Nachtfalter, dessen Raupen insbesondere Eichenbäume befallen. Die Tiere treten bevorzugt an freistehenden und sonnigen Bäumen auf. Die Raupen bilden charakteristische Gespinste und Nester an Stämmen und stärkeren Ästen.

Warum ist der Eichenprozessionsspinner gefährlich?

Ab dem dritten Larvenstadium entwickeln die Raupen Millionen feiner Brennhaare. Diese Haare enthalten das Nesselgift Thaumetopoein und können durch Wind über größere Entfernungen verbreitet werden.

Bereits ein kurzer Kontakt kann folgende Beschwerden auslösen:

  • Starken Juckreiz und Hautausschläge
  • Augenreizungen und Bindehautentzündungen
  • Reizungen der Atemwege
  • Husten und Atembeschwerden
  • Allergische Reaktionen

Auch Hunde und andere Haustiere können durch die Brennhaare gesundheitliche Schäden erleiden.

Maßnahmen zur Bekämpfung laufen an

Die Hanseatische Naturentwicklung GmbH (HANEG) hat den Befall im Rahmen ihrer regelmäßigen Baumkontrollen festgestellt und die zuständigen Behörden informiert. Die notwendigen Maßnahmen zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners befinden sich derzeit in der Abstimmung.

Ziel ist es, die von den Raupen und ihren Brennhaaren ausgehenden Gesundheitsgefahren für Besucherinnen und Besucher sowie für Haustiere möglichst schnell zu reduzieren. Bis zum Abschluss der Arbeiten bitten wir alle Parkgäste um besondere Aufmerksamkeit und die Beachtung der vor Ort angebrachten Hinweise.

Verhaltensempfehlungen für Besucher

Bitte beachten Sie folgende Hinweise:

  • Halten Sie Abstand zu Raupen, Gespinsten und Nestern.
  • Berühren Sie keine Raupen oder Nester.
  • Lassen Sie Kinder nicht in der Nähe befallener Bäume spielen.
  • Führen Sie Hunde möglichst an der Leine und vermeiden Sie den Kontakt mit befallenen Bereichen.
  • Verlassen Sie gekennzeichnete Wege nicht.

Die Bekämpfungsmaßnahmen werden derzeit mit den zuständigen Stellen abgestimmt.

Verwechslungsgefahr mit der Gespinstmotte

Die Nester des Eichenprozessionsspinners werden häufig mit denen der harmlosen Gespinstmotte verwechselt. Während die Gespinstmotte für Menschen ungefährlich ist, stellen die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners eine erhebliche Gesundheitsgefahr dar.

Befall melden

Wer ein Nest des Eichenprozessionsspinners entdeckt, kann dies dem Gesundheitsamt Bremen melden:
E-Mail: eichenprozessionsspinner@gesundheitsamt.bremen.de


Wir bitten alle Besucherinnen und Besucher um besondere Vorsicht und danken für ihr Verständnis.